Populismus

Reden mit Populisten – auf der Bühne, im Verein und im privaten Bereich

Warum müssen wir mit Populisten reden? Einfache Antwort: Weil es kein anderer tut! Viele bleiben stumm, aber durch Schweigen signalisieren wir Zustimmung und überlassen den anderen die Bühne. Stattdessen müssen wir reagieren und unsere Handlungsfähigkeit wiederherstellen.  Im Freundeskreis, in der Familie, im Beruf oder auf der Bühne vor Publikum, mit Populisten müssen wir reden.

Wie das geht, wird im  Buch: „Mit Populisten reden“ – Wochenschau Verlag, Juni 2024 vorgestellt. Darin findet sich eine einfache Handlungsanleitung, um schwierige Gespräche mit Populisten erfolgreich zu führen.

 


Seminare zum Thema

  • Einführung: Im einstündigen Online Seminar
  • Vertiefung: Als Inhouse Seminar
  • Anfragen bitte an info[ät]prenzel-com.de

Beispiele: Durchgeführte Online-Seminare in 2024

  • 10. Oktober AWO NRW
  • 22. Oktober IG Metall
  • 29. Oktober Ada-Lovelace Projekt (Uni Koblenz)
  • 30. Oktober BUND Mecklenburg-Vorpommern
  • 20. November Verbraucherzentrale Niedersachsen
  • 09. Dezember Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e. V.

Im Gespräch mit Dr. Thorben Prenzel

Newletter Wochenschau-Verlag

  1. Warum sind derzeit so viele Menschen empfänglich für populistische Aussagen?

Die einfache Antwort: Weil es hilft. Wir leben in einer Zeit tiefgreifender Umbrüche, in der viele Menschen von der Flut an Krisen und Katastrophenmeldungen – auch im persönlichen Bereich – überfordert sind. Populisten bieten hier eine einfache Lösung: „Die anderen sind schuld“. Das entlastet die Menschen von ihren Gefühlen der Überwältigung. Hieraus resultiert auch die unbestimmte Wut. Denn Wut ist das Ventil für die aktuellen Ohnmachts- und Hilflosigkeitsgefühle vieler Menschen.

  1. Wie sollten wir mit Populisten reden? Was ist dabei die wichtigste Grundregel?

Die wichtigste Grundregel ist: „Menschen überzeugt man nicht mit Fakten“. Wenn Fakten neutral wären, gäbe es keine streitenden ProfessorInnen. Der Populismus ist auch deshalb so erfolgreich, weil er dort ansetzt, wo wir am anfälligsten ist: Bei Gefühle, Werten, unseren Lebenserfahrungen, bei persönliche Vorurteilen. Diese „Bewertungsmatrix“ spielt eine wichtige Rolle in unserem Leben. Deshalb ist es wichtig, in Gesprächen mit Populisten hier anzusetzen und nicht mit Fakten zu argumentieren.

  1. Wie haben Sie die Argumentationsstrategien entwickelt?

Ich selber gebe seit rund 20 Jahre Kommunikationsseminare, mehr als 5 Jahre lang war ich Leiter der BUND-Akademie. Dabei beobachtete ich immer wieder, wie viele Akteure völlig hilflos wurden, wenn sie auf massiven Gegenwind stießen. Aus diesen Erfahrungen heraus habe ich die Triple-A Methode entwickelt. Ein einfacher Dreiklang, den man auch in anspruchsvollen Gesprächen durchhalten kann. Kern ist klare Botschaften zu senden, Gesprächsbereitschaft zu signalisieren und Fakten so zu präsentieren, dass sie einfach zu merken sind. Es wirkt!